„Social Selling“ – Marketing-Buzzword oder ganzheitlicher, zeitgemäßer Verkaufsansatz?

Diesbezüglich gibt es so viele Meinungen wie Stimmen. Fest steht jedoch: Die Digitalisierung ist in vollem Gange und verändert in all ihren Facetten das Kaufverhalten sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich von Grund auf.

In vielen Definitionen wird der Begriff Social Selling als die Nutzung sozialer Medien („Social Media“) zur Steigerung der Kundengewinnung verstanden. Und doch geht es, über reine Verkaufstaktik hinaus, um viel mehr: Gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ geht es nicht um den schnellen, oftmals nur einseitig vorteilhaften,Geschäftsabschluss, sondern um den Aufbau langfristiger und vertrauensvoller Beziehungen zu seinen Kontakten. Es geht um one-to-one-Kommunikation und darum, zuzuhören und zu verstehen. Es gilt Antworten auf Fragen zu finden, Lösungen für individuelle Probleme parat zu haben und als kompetenter Ansprechpartner aufzutreten.

Gerade in der B2C-Interaktion bietet sich ein enormes Potential, Kunden frühzeitig aufzufangen: Laut des aktuellen Digital Reports der Medien-Agentur „We Are Social“ sind etwa 50% der Weltbevölkerung (3,77 Mrd. Menschen) im Netz unterwegs, darunter befinden sich 2,8 Mrd. Social-Media-Nutzer. Die Welt ist besser vernetzt denn je, und sämtliche Informationen, die das (Käufer-)Herz begehrt, sind nur eine Google-Abfrage entfernt. Kein Wunder also, dass in Zeiten von Amazon und Zalando B2C-Interaktionen oftmals vollständig online, ohne persönlichen Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer ablaufen. (mehr …)